Ein Tag voller Geschichten
Wiedersehen.
Schon am Bahnhof Münchenstein ist die Freude über das Wiedersehen spürbar. Hier ein Händedruck, dort eine herzliche Begrüssung, ein kurzer Schwatz. Manche haben sich erst vor Kurzem gesehen, bei anderen ist es schon eine ganze Weile her.
Einsteigen. Anschnallen. Los geht's.
Im Bus finden sich die Zweiergruppen schnell. Ausgerüstet mit Mineralwasser und einem Schinken-Zöpfchen kann es losgehen.
Bevor wir richtig Fahrt aufnehmen, hat unser Chauffeur seinen Auftritt. Lässig, bestimmt und mit einer guten Portion Humor erklärt er die Sicherheitsregeln. Vor allem das Anschnallen ist ihm wichtig. Und weil eine trockene Ansage offenbar nicht sein Ding ist, verbindet er das Thema gleich mit einer Quizfrage. Die Antworten sorgen für Gesprächsstoff – und angeschnallt sind danach wohl endgültig alle.
Stimmen aus dem Bus
Vorne, hinten, links und rechts wird diskutiert und erzählt – und das in verschiedenen Sprachen. Auffallend oft geht es um Technik. Um frühere Müller-Zeiten, um Autos oder um Photovoltaikanlagen.
Kollegen steigen zu
In Egerkingen legt der Chauffeur einen kurzen Marschhalt ein. Die Kollegen, die eher im Grossraum Reiden wohnen, steigen zu. Ein Handschlag hier, ein paar Worte dort, dann heisst es wieder: absitzen, anschnallen, weiterfahren.
Aussteigen und Schiff anvisieren.
Ankunft in Biel. Hier tauschen wir den Bus gegen das Schiff – und spätestens jetzt schaltet der Tag endgültig einen Gang zurück.
Mit dem Schiff Richtung Solothurn
2½ Stunden
Zeit für Landschaft, gutes Essen – und natürlich noch mehr Geschichten.
Chillig Richtung Solothurn.
Der Himmel ist zwar bedeckt, doch gerade das sorgt unterwegs für besondere Stimmungen. Immer wieder werden die Handys gezückt. Ein schönes Ufer, ein spezieller Blick auf die Landschaft oder einfach ein Moment, den man festhalten möchte.
Salat, Fleischvögel an Bratensauce mit Kartoffelstock. Dazu darf auch ein Twanner Wein oder das eine oder andere Bier genossen werden. Eine Vermicelles-Schnitte rundet das Mittagessen ab. Auch die Gespräche gehen weiter. Jetzt wird häufiger zurückgeblickt: auf die Arbeit bei Müller, auf alte Episoden, frühere Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen und Geschichten, die offenbar auch Jahre später noch präsent sind.
«Es war wieder ein schöner Ausflug – und es ist einfach nicht selbstverständlich.»Ein erstes Fazit in Solothurn
Geschichten mit Tiefgang.
Auf der Rückfahrt wird es tatsächlich etwas ruhiger. Aber still wird es natürlich nicht. Und so kommen noch einmal ganz unterschiedliche Geschichten zum Vorschein.
Das Auto, das nicht mehr wollte
Eine Reise in den Süden, ein liegen gebliebenes Auto – und schliesslich der Rücktransport mit dem TCS in die Schweiz.
Pensioniert – mitten in Corona
Jemand erzählt von der schwierigen ersten Zeit nach der Pensionierung, die ausgerechnet in die Corona-Jahre fiel.
Vom Fussball zum Röntgen
Der Sohn eines stolzen Vaters musste wegen Fussballverletzungen immer wieder ins Spital. Heute arbeitet er selbst in der Röntgenabteilung – und lernte dort auch seine Lebenspartnerin kennen.
Danke, Gisela!
Trotz viel Verkehr vergeht die Rückfahrt schnell. In Egerkingen verabschieden wir uns von unseren Kollegen. Etwas später in Münchenstein folgen die nächsten Handschläge und Abschiedsworte.
Und bevor alle wieder ihre eigenen Wege gehen, gibt es noch etwas, worüber grosse Einigkeit herrscht: ein herzliches Dankeschön an Gisela Tocci, die den diesjährigen Pensioniertenausflug hervorragend organisiert hat.
Was bleibt?
Natürlich die schöne Fahrt auf der Aare, das gute Essen und die Landschaft. Vor allem aber bleiben die Begegnungen und die vielen Geschichten.
