BPA-frei im Fass, sicher bis ins Füllgut

BPA-frei im Fass, sicher bis ins FüllgutMüller Packaging



Die Innenbeschichtung eines Stahlfasses bleibt unsichtbar. Für Produktsicherheit, Qualität und Marktzugang ist sie jedoch entscheidend. Seit dem 20. Juli 2026 gelten in der EU strengere Vorgaben für Bisphenol A in Lebensmittelkontaktmaterialien. Müller Packaging hat den Wechsel früh vorbereitet und bietet leistungsfähige BPA-freie Innenlacke für unterschiedliche Anwendungen.


Innenlackierte Stahlfässer schützen empfindliche Füllgüter vor dem direkten Kontakt mit Metall. Die Beschichtung verhindert unerwünschte Wechselwirkungen und trägt dazu bei, die Produktqualität während Lagerung und Transport zu erhalten.

Müller Packaging entwickelt solche Innenschutzlacke seit den 1970er- und 1980er-Jahren. Gemeinsam mit Kunden wurden verschiedene Beschichtungssysteme aufgebaut und laufend an neue Füllgüter, Prozesse und Anforderungen angepasst.

Viele klassische Innenlacke basieren auf Epoxidharzen. Ein zentraler Ausgangsstoff dafür ist Bisphenol A, kurz BPA. Unter bestimmten Bedingungen kann sich BPA aus einer Beschichtung lösen und in das Füllgut übergehen. Besonders relevant ist dies bei Lebensmittelanwendungen.

 

Eine neue Ausgangslage für Lebensmittelverpackungen

Die EU hat mit der Verordnung EU 2024/3190 ein weitreichendes Verbot von BPA und weiteren gesundheitsgefährdenden Bisphenolen in Lebensmittelkontaktmaterialien beschlossen. Davon betroffen sind auch Lacke und Beschichtungen auf Metallverpackungen.

Für die meisten Anwendungen endete die allgemeine Übergangsfrist am 20. Juli 2026. Unternehmen müssen deshalb prüfen, ob ihre Verpackungsspezifikationen den neuen Vorgaben entsprechen.

 

«Die Regulierung betrifft weit mehr als die Auswahl eines Lackes», sagt Thomas Jaeger, Marketing- und Verkaufsleiter von Müller Packaging. «Es geht um Produktsicherheit, Lieferfähigkeit und den Zugang zum europäischen Markt. Deshalb haben wir unsere Kunden frühzeitig bei der Umstellung unterstützt.»

 

Früh entwickelt, umfassend erprobt

Müller Packaging beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Sicherheit von Lebensmittelverpackungen. Bereits 2008 wurde ein Hygieneteam aufgebaut. 2009 folgte die Zertifizierung nach EN 15593. Seit 2015 ist die Herstellung von innenlackierten Stahlfässern, Edelstahlfässern und Kombifässern für die Lebensmittelindustrie nach FSSC 22000 zertifiziert.

Auch die Entwicklung BPA-freier Lösungen begann früh. Bereits 2013 wurde der Innenschutzlack HXR008H erfolgreich für Lebensmittelanwendungen eingesetzt. Ab 2023 kamen die BPA-freien Beschichtungen 24/911, 26/823 und VP1091 hinzu.

Im Zuge der neuen regulatorischen Anforderungen kontaktierte Müller Packaging betroffene Kunden frühzeitig, analysierte ihre Anwendungen und unterstützte sie bei der Auswahl geeigneter Alternativen. Praktisch alle Kunden mit Lebensmittelanwendungen konnten ihre Verpackungen rechtzeitig umstellen.

 

Auswahl verschiedener Beschichtungen.
© Müller Packaging

 

BPA-frei ohne Abstriche bei der Leistung

Die neuen Innenlacke wurden gemeinsam mit einem langjährigen Lieferanten entwickelt. Dabei floss das Wissen von Mitarbeitenden ein, die die Entwicklung von Innenschutzbeschichtungen seit Jahrzehnten begleiten.

Die neuen Lacktypen bieten:

  • vergleichbare oder bessere Beständigkeiten als bisherige Systeme
  • erfolgreiche Vergleichstest mit den kritischsten Chemikaliengruppen
  • eine stabile Verarbeitung in der Fassproduktion
  • validierte Einbrennprozesse
  • ein vergleichbares Kostenniveau wie die bisherigen Innenlacke

 

Entscheidend bleibt jedoch die konkrete Anwendung. Füllgut, Konzentration, Temperatur, Lagerdauer und Prozessbedingungen beeinflussen die Wahl der passenden Beschichtung.

 

«Unsere Kunden sollen nicht einfach einen bestehenden Lack ersetzen», betont Thomas Jaeger. «Sie sollen eine Lösung erhalten, die zu ihrem Füllgut, ihren Prozessen und ihren Absatzmärkten passt.»

 

Unternehmen sollten deshalb ihre bestehenden Fassspezifikationen überprüfen. Im Zentrum stehen unter anderem der Lebensmittelkontakt, die chemische Belastung, die Lagertemperatur und bereits vorhandene Beständigkeitserfahrungen.

Für Lebensmittelanwendungen ist die Einhaltung der neuen BPA-Vorgaben entscheidend. Bei chemischen und technischen Füllgütern steht weiterhin die zuverlässige Beständigkeit der Beschichtung im Vordergrund.

 

Mit Innenlack kennen wir uns aus. Gerne stehen wir Ihnen für weiterführende Gespräche zur Verfügung.



Wir freuen uns auf den Gedankenaustausch mit Ihnen.


T. Jaeger
C. Setz / L. Gisler / T. Jaeger
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