Maschinen aus, Grill an. Emotionen auf Betriebstemperatur.
Müller Plastics
Bevor bei Müller Plastics die zweiwöchigen Produktionsferien beginnen, wartet jeweils noch einmal eine Arbeit, die es in sich hat. Die Produktionsmaschinen werden abgestellt und gründlich gereinigt. Schrauben, wischen, schrubben, polieren. Der letzte grosse Kraftakt vor der Sommerpause.
Danach gilt, Jahr für Jahr, ein einfaches Prinzip: Maschinen aus, Grill an.
Die Organisatoren wussten genau, was die Mannschaft nach der anstrengenden Grundreinigung brauchte. Hunger musste hier niemand lange erklären. Caterer Eiche belegte den Grill deshalb grosszügig mit Fleischstücken und Würsten. Dazu warteten Kartoffel-, Tomaten- und Maissalat auf ihre Abnehmer.
Ali Lajqi sorgte einmal mehr dafür, dass auch bei den Getränken kaum Wünsche offenblieben. Alkoholisch, alkoholfrei, erfrischend, passend zum Essen und in ausreichender Menge. Wer Ali kennt, weiss: Er organisiert keinen Grill-Event. Er zelebriert ihn.
Der Grillmeister von Eiche … da blieben keine Wünsche offen.
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Der Organisator, der weiss, wie man Gäste verwöhnt: Ali Lajqi.
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Von ganz jung bis bestens erfahren
Auch die Gästerunde zeigte sich erfreulich vielfältig. Ein Frühlingsbaby war ebenso dabei wie die beiden jungen Kinder von VR-Vizepräsident Ueli C. Müller. Aktive Mitarbeitende von Müller Plastics und Müller Packaging trafen auf pensionierte Kollegen und weitere Gäste.
So sass Erfahrung neben Entdeckergeist, Produktion neben Verwaltungsrat und Gegenwart neben vielen gemeinsamen Erinnerungen. Das sorgte für jene ungezwungene Mischung, die sich auf keinem Ablaufplan verordnen lässt.
Rekorde, Weltklasse und ein grosses Dankeschön
Nach dem Essen übernahm Christian Reinau das Wort. Bereits die Teilnehmerzahl lieferte ihm den ersten Rekord des Tages. Danach würdigte er die ausserordentlichen Leistungen des vergangenen Geschäftsjahres. Umsatz, Stückzahlen und Ergebnis seien «Weltklasse». Gleichzeitig machte er deutlich, worauf es wirklich ankommt: auf die Menschen, die diese Erfolge möglich gemacht haben.
Besonders persönlich wurde seine Ansprache dann bei der Würdigung von Alain Berger. Der langjährige Managing Director muss sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Geschäft zurückziehen.
Alain Berger habe ein starkes Team geformt, führt Christian Reinau aus, und er hat Müller Plastics auf einen erfolgreichen Weg geführt und sich selbst in schwierigen Zeiten seinen schwarzen Humor bewahrt. Das gelebte Prinzip dahinter fasste er in vier Worten zusammen: «Jeder geht für jeden.»

Managing Director ad interim, Christian Reinau, begrüsst Jung und Alt zum alljährlichen Sommergrill und lässt das Geschäftsjahr Revue passieren, bevor er zur Verabschiedung von Alain Berger überleitet.
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Ein Pokal, Delikatessen und ein rotblaues Upgrade
Anschliessend baten Michael Sowada und Ali Lajqi Alain Berger zur Geschenkübergabe. Die Auswahl konnte sich sehen lassen. Eine von den Kolleginnen und Kollegen gestaltete Karte, eine goldene Trophäe als sichtbares Zeichen seines Wirkens sowie ein sorgfältig zusammengestellter Geschenkkorb mit Delikatessen zum Essen und Trinken warteten auf ihn.
Für einen bekennenden Anhänger des FC Basel durfte natürlich auch etwas Rotblaues nicht fehlen. Ein gewöhnlicher Matchbesuch hätte Alain Berger als Jahreskartenbesitzer allerdings kaum aus der Reserve gelockt. Deshalb erhielt er ein Upgrade der besonderen Art: einen Gutschein für den VIP-Bereich und die noble FCB-Lounge. Fussball kann so komfortabel sein.
Ein sichtlich berührter Alain Berger nimmt die Abschiedsgeschenke entgegen.
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Darunter auch eine goldene Trophäe, welche sein Wirken zu würdigen versucht.
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17 Jahre in wenigen Minuten
Nach der Geschenkübergabe wurde es stiller. Alain Berger nahm die Anwesenden mit auf eine persönliche Reise durch seine 17 Jahre bei Müller Plastics.
Er erinnerte an seinen Eintritt im Jahr 2009, an technische Meilensteine, anspruchsvolle Projekte, Rückschläge, mutige Investitionen und den langen Weg zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Müller Plastics. Seine Worte zeigten, wie eng berufliche Entwicklung und persönliche Lebensgeschichte miteinander verbunden sein können.
Am Ende blieben für ihn viele Begegnungen, die ganze Palette an Gefühlen und der Stolz, das Unternehmen gemeinsam mit seinem Team langfristig in die schwarzen Zahlen geführt zu haben. Vor allem aber blieben Freundschaften. Sein Schlusssatz passte deshalb perfekt zum Anlass: «Nicht Lebewohl, sondern auf Wiedersehen.»
Emotionale Abschiedsworte von Alain Berger.
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Nachdenkliche Kollegen während der Rede von Alain Berger. Von links: Ali Lajqi, Bernd Geissler und Marco Hofmann.
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Ein Verpackungspreis geht auf Wanderschaft
Für den nötigen Stimmungswechsel sorgte Pensionär Martin Krebs. Eigentlich war er davon ausgegangen, dass Verkäufer Horst Meier in diesem Jahr in Pension gehen würde. Die Nachricht, dass sein früherer Arbeitskollege noch ein weiteres Jahr anhängt, hatte ihn offenbar noch nicht erreicht.
«Ich habe gehört, Horst, du hängst noch ein Jahr an.» führte Martin Krebs aus. Prompt folgte aus der Runde der Zwischenruf von Thomas Jaeger, Verkaufskollege von Müller Packaging: «Mindestens – und bitte noch länger.» Sofort hörte man Lachen in der Runde.
«Wie gesagt, ich habe zu spät erfahren, dass du noch nicht in Pension gehst. Nichtsdestotrotz halte ich nun meine Rede zu Deiner Pensionierung.» Und wieder Lachen.
Dann präsentierte Martin Krebs den SWISS STAR 2010. Der Verpackungspreis war einst für den MultiCan von Müller Plastics verliehen worden. Alain Berger hatte ihn bei Martin Krebs Pensionierung weitergegeben, angeblich weil die Trophäe im Büro des Managing Directors langsam Staub ansetzte. Nun hatte dieser selbst festgestellt, dass auch bei ihm zu Hause erste Staubschichten entstanden waren. Also wanderte das runde Ei mit seinem mehrschichtigen Schutz weiter zu Horst Meier. Ein Preis mit Geschichte. Und offenbar mit eingebautem Weitergabemechanismus.
Der SWISS STAR 2010 – der Verpackungspreis, welche den MultiCan von Müller Plastics ausgezeichnet hat – wechselt den Besitzer.
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Martin Krebs übergibt das gut verpackte Ei (den SWISS STAR 2010) an den vermeintlichen Pensionär Horst Meier.
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Treffsicher für den guten Zweck
Nach den Reden zog es einige Gäste erneut zum Grill und zum Salatbuffet. Rotweinflaschen wurden geöffnet, Gespräche vertieft und Erinnerungen ausgetauscht. Überall standen kleine Gruppen zusammen. Mal wurde diskutiert, mal gelacht, mal beides gleichzeitig.
Dann kam Bewegung ins Fest. Beim Tortuchschiessen konnten die Mitarbeitenden Geld für einen guten Zweck erspielen. Der Fonds Ernst und Karl Müller unterstützt regelmässig gemeinnützige Organisationen und Privatpersonen. Seit dem vergangenen Jahr können die Mitarbeitenden der Müller Group den Spendenbetrag mit ihrem persönlichen Einsatz direkt beeinflussen.
Dieses Jahr profitieren drei Organisationen von der Aktion, darunter das Bürgerliche Waisenhaus Basel. Die Öffnungen für CHF 50, CHF 30 und CHF 10 wurden so treffsicher anvisiert, dass am Ende CHF 1'340 zusammenkamen.
Beste Haltungsnoten für die Schussabgabe erhält hier Michael Ehrsam.
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Ein Fest mit Nachhall
Der Sommergrill von Müller Plastics lebte von seinem grosszügigen Angebot an Speisen und Getränken, von stimmungsvollen Reden, emotionalen Momenten und sportlichem Einsatz. Vor allem aber lebte er von den Menschen, die miteinander gearbeitet, gefeiert, gelacht und Erinnerungen geteilt haben.
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