Müller Containment-Klappe MCV


Robustes und stabiles Doppelklappensystem für Festsoffhandling zum sicheren Um- und Einfüllen von hochwirksamen oder toxischen Medien.

Das Doppelklappensystem besteht aus einem Aktiv- und einem Passivteil. Der Aktivteil enthält die Mechanik zum Verriegeln des Aktiv- und Passivteils, sowie Handhebel oder einen Stellmotor zum Öffnen und Schließen der Klappenteller.

Der Aktivteil wird z. B. am Maschineneinlauf / Maschinenauslauf angebracht, der Passivteil am Transportgebinde. Zum Öffnen des Klappensystems werden beide Klappenhälften zueinander angekoppelt. Stabile und GMP-gerechte Verriegelungen sorgen für eine präzise Positionierung.

Nach dem Verriegeln der beiden Klappenhälften ist ein geschlossenes System hergestellt und die Klappe kann manuell oder automatisch geöffnet werden.

Das Doppelklappensystem ist nach GMP-Gesichtspunkten konstruiert, schnell und einfach zu reinigen und entspricht den gängigen Anforderungen für die Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten.

 




Produktmerkmale


  • für pulvrige Produkte, OEL < 1 µg / m³. Getestet nach ISPE SMEPAC-Richtlinie
  • schützt vor Kreuzkontamination
  • optimale Bedienersicherheit
  • optimierter Produktschutz
  • vollständig geschlossenes Produkthandling
  • unterstützt die Erfüllung der regulatorischen Anforderungen in Chemie  und Pharma
  • Explosionsdruckstoßfest und Flammen-durchschlagsicher bis 10 bar
  • keine Produkteinschlüsse im Dichtungsbereich
  • Nenndurchmesser DN 65, 100, 150, 200 u. 250
  • Ausführung nach ATEX bis Zone 20 im produktführenden Bereich
  • Ausführung bis +6 bar Betriebsdruck nach Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU Modul A1

Ausführung mit manuellem Hub
Durch die manuelle Bedienung sind keine gesonderten Sicherheitseinrichtungen, Pneumatikanschlüsse oder Steuerungen notwendig. Weder Behälter noch Maschine müssen eine Hubbewegung ausführen. 
Durch die Aufhängung an stabilen Drahtseilen kann eine Hubbewegung von 65mm vorgenommen werden. Mit vorpositioniertem Gebinde erlaubt die manuelle Hubeinrichtung einen großzügigen Toleranzausgleich.

Pneumatische Ausführung
Durch den pneumatischen Hub mit pneumatischer Klappenbetätigung werden Ankopplungsvorgänge vollautomatisch durchgeführt. Nach Positionierung des Gebindes muss weder der Behälter noch die Maschine eine Hubbewegung durchführen. 
Für weiches Andocken ohne eigenen Hub der Aktivklappe kann der Hub federpneumatisch ausgeführt werden. Hierbei wird das Gebinde mit Passivklappe sanft auf die Federlagerung der Aktivklappe aufgesetzt.

Ausführung mit Aufnahmerahmen
Für besonders schnellen Produktwechsel. Anschlüsse, Sensorik und Aktorik bleiben mit dem Aufnahmerahmen an der Maschine angeschlossen. Die produktberührende Aktivklappe kann durch Schnellverschluss in kürzester Zeit ausgewechselt werden.

  • produktberührende Teile in PTFE und 1.4404 / 316L oder Hastelloy C22
  • Dichtungen für breites Anwendungsspektrum, wahlweise in EPDM oder Kalrez, mit FDA-Zulassung
  • Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015
  • produktberührende Materialien mit Abnahmeprüfzeugnissen nach DIN EN 10204 / 3.1, wo nötig 3.2
  • zertifiziert nach Druckgeräterichtlinie (DGRL) 2014/68/EU Modul A1. Überprüfter Hersteller nach AD 2000-Merkblatt HP 0 und TRD 201 in Verbindung mit DIN EN ISO 3834-2
  • Dichtungen zertifiziert nach FDA CFR 21 §177.2600 u. §177.1550
  • ATEX-konforme Ausführung in allen Varianten möglich, abgenommen nach 2014/34/EU
  • Explosionsdruckstoßfestigkeit und Flammendurchschlagsicherheit gestetet bis 10 bar



Lösungen


Einsetzbar für

  • Füllen
  • Verwiegen
  • Befüllen
  • Anlagenbeschickung
  • Mischen
  • Trocknen (Ein- oder Austrag)
  • Trocken- und Nassgranulierung
  • Filtrierung
  • Sieben und Mahlen
  • Coating
  • Probenahme



Zubehör


Auf Anfrage

  • Reinigungslösungen
  • Fertige Steuerungslösungen
  • Leckage-Prüfeinrichtungen



Handhabung


Schritt 1
Aktiv- und Passivhälfte bilden jeweils eine geschlossene Einheit. Der Klappenteller ist gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert.

Schritt 2

Im angekoppelten Zustand bilden die beiden Klappentellerhälften einen gemeinsamen Klappenteller.
Der passive Teil des Klappentellers wird durch die Betätigungselemente des Aktivteils bewegt.

Schritt 3
Die aneinandergefügten Halbteller werden auf ihrer gemeinsamen Achse in die Offen-Stellung gedreht. Der Produktfluss kann starten.
Die Bereiche, die vor dem Ankoppeln im Außenbereich lagen, sind weiterhin vom Produktbereich isoliert.
Nach dem Schließen und Abkoppeln der Klappenhälften sind die Außenbereiche der Klappenteller und der Doppelklappe nicht mit den produktberührten Innenbereichen in Kontakt gekommen. Ebenso ist der Innenbereich von möglichen Verunreinigungen aus dem Außenbereich geschützt.